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Das Bier der Sommeliers!

SOMM´S CRAFT : DIE STORY

Immer öfter steht die Frage im Raum, was den Beruf des Sommeliers definiert. Auch wenn weiterhin das Zusammenspiel von Speise und Wein und die Empfehlung am Gast im Mittelpunkt stehen, finden wir uns immer häufiger in der Situation wieder, in denen wir spannende und überraschende Alternativen zum Wein präsentieren können. Klassik gegen Moderne, eine Entwicklung die unserer Kreativität viel Spielraum lässt.

DIE PROTAGONISTEN
An einem geselligen Abend auf unserer Weinreise ins Burgund im vergangenen Jahr wurde unter den Protagonisten heiss diskutiert, wie man das Thema rund um das Erlebnis im Restaurant hinsichtlich der Getränkebegleitung vor allem für die Gäste, aber auch für uns Sommeliers spannender zu gestalten. Gin, Tee, Fruchtsäfte, Essenzen – vieles wurde angesprochen, die Pro’s und Contra’s diskutiert. „Was ist eigentlich mit Bier?“, kam plötzlich auf und direkt stand dieses Thema im Mittelpunkt der Diskussion. Unter der Leitfrage „was macht ein Bier aus, das sich neben einem guten Trinkfluss auch als ein Gegenspieler zur Speise gibt“, entstand eine Idee, die sich bis Ende des Jahres immer weiterentwickelte.
In der Theorie haben wir uns das ein oder andere Mal mit dem Brauen auseinandergesetzt – was aber, wenn es zur Praxis kommt?
Den finalen Anstoß gab Ronny Schreiber, Chefsommelier im St. Jacques, während des Sommelier Collage Ende letzten Jahres mit einer Projekt Präsentation in dem er uns seine Idee präsentierte, das Projekt „Sommelier brauen ihr eigenes Bier“ umsetzen zu können. Es waren alle sofort begeistert und das Projekt nahm seinen Lauf.
Kommen wir zu einem weiteren essentiellen Protagonisten – Wilhelm Fell. Braufachwissen sprudelt aus ihm heraus wie das Bier aus dem Edelstahl Kühltank. „Ich habe eigentlich schon immer gern Bier getrunken, vor allem Alt“ nennt Wilhelm Fell die Ur-Motivation sich ein bisschen mehr als nur in Form eines Hobby’s mit dem Bierbrauen auseinander zu setzen. „Meine ersten Versuche waren Zumutungen, aber heute kann man das ‚Hilfarther‘ trinken, oder?“ deutet er an, der vor allem durch seine Neugier, wie eine überzeugende Gerstenkaltschale hergestellt wird, immer wieder zu neuen und gewagten Kombinationen greift.

In einer Zeit in der wir auch im Bereich mit vielen Massenprodukten und Marken konfrontiert werden, sollte ein Bier entstehen, dass uns zurück zum Handwerk führt. Mit speziellen Hopfen und frei von jeglichen Zusatzstoffen sollte das Bier unfiltriert auf die Flasche kommen – eine 0.75l Sektflasche mit Kronkorken versteht sich, hat es seine Kinderschuhe doch in den Köpfen von jungen Sommeliers.
Die erste Version des Biers, das die 20 Protagonisten als Anstoss zu einem langfristigen Projekt sehen, ist als Frühlingsbier gedacht – fruchtig, blumig, mit ordentlich Trinkfluss und Lust auf mehr, ohne dabei eine herbe Note und eine eleganter Kräutrigkeit ausser Acht zu lassen. Die drei gewählten „Aroma“ Hopfensorten und eine Selektion heller Malze wurden nachdem die Idee um das Bier dargelegt wurde von Willi gewählt, um das genannte Aromenprofil entstehen zu lassen. Hand-crafted, kalt vergoren und kalt gelagert präsentiert sich das Bier mit einer enormen Frische.
100 Prozent nach Reinheitsgebot von 1516 ist einer der Leitsätze, nach denen Wilhelm Fell seine Biere braut. Das behaupten die Industriebrauereien von ihren Produkten auch, doch dem Brauautodidakt aus Hilfarth ist durch viele Recherchen oftmals das Gegenteil bewiesen worden. Kleine Tricks im Sud- und Gärprozess sind in Großbetrieben leider keine Seltenheit mehr. Genau deswegen ist Wili für uns der perfekte Partner gewesen – er vertritt den selben Grundgedanken wie wir, das ehrliche Produkt.
Das Bier wurde in dieser ersten Auflage in einer kleinen Menge hergestellt und in einer limitierten Auflage von 650 Flaschen in den Restaurants der Protagonisten sowie mit Unterstützung der Sommelier Union vertrieben. Eine eigene Internetpräsenz macht es auch dem Endverbraucher möglich, einen eigenen kleinen Vorrat zu erstehen.
Vergessen sollten wir auch nicht einen weiteren „Ehrenamtlichen“ Mitarbeiter des Projektes der für die komplette Umsetzung des Web und die grafische Geslalltung verantwortlich ist. Heiko Lindemann, der sich durch Jahrelange Erfahrung in der Gastronomie als perfekter Partner unseres ersten Sommelier Bieres heraustellte.

Lust bekommen zu probieren? Kein Problem. Wir haben natürlich auch schon ein paar Flaschen da und geben diese gerne weiter.

Ihr Preis für die 0,7 l Flasche : 13,60 €

Prost!